Exklusive Artists Emmy Tema Malerei Ben Rentz Tanz / PerformanceRabea Sene FotografieMaike Tersch Malerei Ferdinand Waltz Konzept Kunst
Emmy Tema
Emmy Tema ist eine Malerin mit dem Schwerpunkt der figurativen Reduktion. Durch ihre oft abstrakten Körper auf großformatigen, flächigen Farbuntertönen arbeitet sie in einem Spannungsfeld der narrativen und abstrakten Bildsprache zugleich. Ihre Arbeiten lösen eine unweigerliche körperliche und/oder emotionale Reaktion aus, die die betrachtende Person in Bewegung setzt oder zum Stillstand zwingt. Tema arbeitet in einem sehr intensiven Dialog mit ihrem Werk selbst. So wird der Produktionszyklus jeder Arbeit ein emotionaler Dialog, der sich über Stunden, Tage und Wochen aufbaut und schlussendlich mit dem finalen Werk abgeschlossen ist. Der Entstehungsprozess ihrer Arbeiten ist damit ein gleichwertiges Produkt ihres Schaffens. Tema arbeitet mit experimentellen, flüchtigen Techniken, die Form und Farbe kompromisslos und intuitiv auf die Leinwand bringen. So gelingt es Tema, eine unumgehbare Ehrlichkeit der Bewegung und des Seins zu übermitteln.

Emmy Tema wurde 2006 in Karlsruhe geboren und arbeitet als bildende Künstlerin, Regieassistentin, Skateboarderin und Galeristin. Durch das Skateboardfahren bewegte sie sich für viele Jahren in der Streetart-Szene. Von 2021 – 2023 war sie Teil dreier künstlerischer, skateboardingfokussierter Videoarbeiten von Lea Meny, die in Städten wie Berlin, Paris, Amsterdam und Stuttgart prämierten. Seit 2022 vertritt sie das Label „ueberskateboards“ aus Berlin als gesponserte Skateboarderin. Sie begann 2024 mit ihrem Studium der freien Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe in der Klasse Tatjana Doll. Seit 2025 war sie bei zahlreichen Ausstellungen vertreten, so wie unter anderem bei der Klassenausstellung MALWARE 56A in Pforzheim 2025, sowie bei »as best as it gets« in der Galerie Droste in Düsseldorf. Im Herbst 2025 war sie als eine von vier Vertreter*innen der Akademie der Künste Karlsruhe in der Gruppenausstellung “four students” in der Galerie Burster beim Galerientag vertreten. Außerdem präsentierte sie im Juli ihre erste Einzelausstellung „knotted relations“ in den heruntergekommenen Räumen des ehemaligen Löwenbräukellers Karlsruhe. Vom Im April 2026 zeigte sie ihre zweite Einzelausstellung »a feeling inside« im Café Intro in Karlsruhe. Als Regie- und Ausstattungsassistenz ist sie seit Mai 2024 Teil der Tanzcompagnie »ensemble ben rentz,« und hier besonders für aufwändige Ausstattungsanfertigungen zuständig (Produktionen »figuration« 2024, »wunden« 2025 »la vita nuova« 2026).
Ben Rentz
Ben Rentz (he/they) arbeitet seit 2022 an der Schnittstelle von Tanz, Performance und bildender Kunst. Eigene körperliche Erfahrungen, Beschriftungen und Emotionen sind das Fundament der künstlerischen Recherche. Durch die Betrachtung unterschiedliche kultureller Hintergründe etabliert er einen diversen Diskurs, welcher in die Auseinandersetzung einfließt. Seine Arbeiten zeichnet eine expressive Bildhaftigkeit aus, die sich auch in den entstehenden Aufnahmen darstellt. Immer wird dabei auch die umgebende Architektur mit einbezogen. Ben Rentz erforscht tänzerisch und bildnerisch ein Archiv von Wahrnehmungs- und Widerstandspraxis. Er erarbeitet oft cluster-artige Gruppensituationen, welche sich in einem Wechselspiel zwischen Innen und Außen zu kollektiver, rauschhafter Ekstase formen, um anschließend wieder in ihre verletzlichen Einzelteile zu zerfallen. 

Ben Rentz wurde 2001 in Karlsruhe geboren und arbeitet als Choreograph, Bildender Künstler und Regisseur. Studium »Performing Arts« an der Universität Hildesheim und der Alma Mater Studiorum Bologna und Weiterbildungen zu Tanz und Choreographie in Amsterdam, Berlin und Brüssel. Rentz war Stipendiat der »Masterclass am ZKM« und widmete sich 2022, in einem Recherche-Stipendium des Fonds Darstellende Künste, dem Thema »the dancing body as a lived place of possibilities«. 2023 war er Teil der »Academy for Performing Arts Producer« im Rahmen des Bündnis internationaler Produktionshäuser, gefolgt vom artist lab »Producing Future Audiences« und der Impulsförderung des Nationalen Performance Netz »Producing Our Future«. Für seine leistungsstarke, verantwortungsbewusste Arbeit und sein Engagement erhielt er das Deutschlandstipendium. Rentz engagiert sich als Gründungsvorstand in »Perform! Verein zur Förderung der Freien Darstellenden Künste e.V.«, der als Träger für das zukünftige »Haus der Produktionen« in Karlsruhe gegründet wurde. Er gibt Performance Workshops am Zentrum für Kunst und Medien | ZKM Karlsruhe und leitete das Nachwuchsfestival »Schredder« am Theaterhaus Hildesheim. Gemeinsam mit der Dramaturgin Yoreme Waltz gründetet er 2022 die Compagnie ensemble ben rentz. Seine ortsspezifischen Arbeiten sind von psychologischen Fragestellungen gekennzeichnet und verweben die Schnittstellen zwischen Bildender Kunst und Performance. In 5 Jahren hat er gemeinsam mit seinem Ensemble eine signifikante Arbeitsweise über intensive Improvisationszyklen entwickelt und wurde für seine Stücke bereits mehrfach ausgezeichnet (u.a. TTdJ Berliner Festspiele). 2026/27 ist das Ensemble »Com-pagnie in Residence« am Tanzhaus Basel.
Abendfüllende Arbeiten und Projekte: 2020 »swallow it« Hofgut Scheibenhardt, 2021 »Gute Besserung« Tollhaus Karlsruhe, 2022 »ruminate« Tollhaus Karlsruhe, 2023 »transitions - circuit 1« Fleischmarkthalle Karlsruhe, 2024 »braeburn Act I & II« Pavillon am ZKM, 2024 »flussig« Installation, Hildesheim, 2024 »figuration« Franz Bernhard Haus Karlsruhe, 2025 »wunden« Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, 2026 »la vita nuova« Karlsruhe / Basel.
Rabea Sene
Rabea Sene ist eine multidisziplinäre Künstlerin und Fotografin aus Mannheim. Im Zentrum ihres Schaffensprozesses steht die Kunst als Medium, sich selbst und andere zu verstehen sowie Geschehenes zu verarbeiten und neu einzuordnen. Ihre Auseinandersetzung mit dem Gegenüber, mit ihrer Umwelt sowie gesellschaftlichen und sozialen Konzeptionen prägt den scharfen Blick ihrer Arbeiten.
Die oft hoch konzeptualisierten und präzise gearbeiteten Fotografien zeichnen sich durch ihre abstrakte, teils surreale und zugleich klare Bildsprache aus. Der Betrachter wird dazu gebracht, seine Position als Zuschauer und Objekt zu verlassen und in eine aktive Rolle als Subjekt gebracht, in der eine Positionierung unausweichlich ist, auch wenn ein klarer persönlicher Standpunkt sich selten einstellt. So ist die Bildwirkung oft auf emotionaler Ebene. Was bleibt, ist ein Gefühl, das sich einer genauen Definition entzieht. Rabeas Arbeiten sind damit immer eine Frage und eine Antwort zugleich, oder genauer gesagt ein Versuch, etwas zu verstehen, und ein Angebot, den Betrachter an diesem Versuch teilhaben zu lassen.

Rabea Sene wurde 2006 in Mannheim geboren und arbeitet als Fotografin, Musikerin und Lyrikerin. Im Jahr 2010 begann sie, Geige nach der Suzuki-Methode zu spielen. Seit 2013 singt sie in verschiedenen Bühnenproduktionen und Opern des NTMs wie u.a. „Die Leiden des jungen Werther“, „La Bohème“ und „Carmen“. 2018 spielt sie Solorolle Yniold in der Oper „Pelléas et Mélisande“ im Studio Werkhaus des NTMs. Sie nimmt seit 2017 bei Anke Christine Kober Gesangsunterricht. 2019 belegte sie mit dem Gesangsquartett des NTMs den ersten Platz des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“. Seit 2021 singt sie fest im Ensemble des NTM-Kinderchors. Neben ihrer Begabung für Geige und Gesang spielt sie die Gitarre und Ukulele. Rabea schreibt und veröffentlicht seit 2021 eigene Musik. Seit 2023 arbeitet Rabea an eigenen Fotoprojekten experimenteller und analoger Fotografie. 2023 entstand ihre erste Portraitreihe „The Black Embodiment“, eine analoge Serie, die durch Interviews zum Thema „Schwarz sein in Europa“ ergänzt wird. Zur Dokumentation und Publikation der Arbeit entstand eine Webseite mit dem gleichnamigen Titel. Seit 2024 arbeitet und lebt sie in Paris. In ihrer primären Arbeit konzipierte und realisierte Rabea Konzept Fotoarbeiten u.a. 2023 “RED SUITCASE” Mannheim, 2024 „DUCK MOON“ Mannheim, 2025 „MEDUSA“ Paris, 2025 „FOR SALE“ Amsterdam, 2026 „SUIT MAN“ Paris, 2026 „IN A TREE” Paris. 2025 war sie Teil der Gruppenausstellung „Universelle IV“ im „Langer – Space for Photography“ in Mannheim. Dort stellte sie neben sieben Fotografien auch das Gedicht-Video „Vagues“ aus, in dem erstmals Texte und Videos von ihr in einer Multimedia-Arbeit zusammenkommen. 2025 begann sie mit der Modemarke „IFFY Studios“ zusammenzuarbeiten. Dort fotografiert sie und ist für Social-Media-Content tätig. Sie ist Teil der französischen Assoziation „Misomo“, deren Fokus auf der Entstehung und Erhaltung eines kreativen Austauschs und Miteinanders liegt. In Zusammenarbeit mit „Misomo“ organisiert sie einen Poetry-Workshop und Poetry-Slam Abende.
Maike Tersch
Es sind zwei scheinbar entgegengesetzte Assoziationen, welche die Bilder von Maike Tersch zuerst beim Betrachter hervorrufen. Zum einen nimmt er eine scheinbar mühelose, kultivierte Malerei wahr, wie sie heute selten vorkommt; zum anderen stellt sich das Gefühl ein, dass die Malerin etwas zeigt, was unter der Haut liegt, sozusagen Körpersubstanzen, die allerdings nicht anatomisch zu fassen sind. Ihr Blick scheint ohne Angst Phänomenen nach­zugehen, die wie Blutbahnen des Bildes oder seine Nerven aussehen könnten. Alles Gemalte bleibt auf diese Weise ganz dem Erleben, ja der unmittelbaren Gegenwart verbunden. Die Bilder haben mit dem Hier und Jetzt zu tun, mit Erfahrungen und Wahrnehmungen von Menschen, Orten und den Tatsachen des avancierten modernen Lebens. Der Vorteil bleibt, dass sie ihre Modernität nicht technisch behaupten wollen, sondern in eine malerische künstlerische Strategie umsetzen, die gerade nicht bei der Quelle der Wahr­nehmung, Gedanken und Empfindungen verharrt.

Maike Tersch wurde 1963 in Dresden geboren und verstarb 2020. Von 1993 bis 1998 studierte sie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Dort belegte sie Malerei bei Günther Förg, Medienkunst bei Marie Jo Lafontaine und Klaus vom Bruch sowie Kunstwissenschaft bei Hans Belting und Siegfried Gohr. Parallel dazu arbeitete sie zwischen 1994 und 1998 projektbezogen mit Günther Förg zusammen. 1998 schloss sie ihr Studium mit dem Diplom in Medienkunst mit dem Schwerpunkt Malerei ab und war seitdem freischaffend als Malerin in Karlsruhe tätig. Im Laufe ihrer künstlerischen Laufbahn erhielt Maike Tersch zahlreiche Preise und Stipendien. 1995 bekam sie ein Stipendium der Gesellschaft zur Förderung der Kunst- und Medientechnologie des Fördervereins des ZKM. Von 1999 bis 2001 erhielt sie das Landesgraduiertenstipendium des Landes Baden-Württemberg. Im Zeitraum von 2000 bis 2001 wurde sie außerdem mit einem Stipendium des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) gefördert, das ihr einen Stipendienaufenthalt in Tel Aviv/Israel sowie ein Gastatelier im „Sadnat ha Omanim“ in Tel Aviv ermöglichte. 2001 erhielt sie ein Atelierstipendium beim Interdisziplinären Sommerworkshop in Überlingen. 2004 war sie Kandidatin Baden-Württembergs für die „Villa Massimo“ in Rom. Ihre Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. Bereits 1993 nahm sie an einer Gruppenausstellung in der Galerie Walther Storms in München teil. 1997 folgte eine Gruppenausstellung in der Kunsthalle Koblenz. 1999 war sie mit der Ausstellung „Ankäufe“ im Regierungspräsidium Karlsruhe vertreten. Im Jahr 2000 stellte sie gemeinsam mit Yana Jo und Helen Kennedy in der Galerie Brigitte Schenk in Köln aus. Ebenfalls 2000 präsentierte sie Arbeiten im „Sadnat ha Omanim“ in Tel Aviv sowie in einer Einzelausstellung in der Galerie Karlheinz Meyer in Karlsruhe. 2002 zeigte die Galerie Brigitte Schenk in Köln eine Einzelausstellung ihrer Arbeiten. Im selben Jahr nahm sie an der Ausstellung „Kandidaten für den Villa Romana Preis“ im Museum Morsbroich in Leverkusen teil sowie an „Karlsruher Ikonotype – Zehn Jahre Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe“. 2004 war sie mit der Ausstellung „plesure“ im Kunstverein Pforzheim im Reuchlinhaus vertreten, gemeinsam mit Klaus Martin Treder. 2005 nahm sie an der Gruppenausstellung „Pamina-Kunstpreis“ im Museum Ettlingen teil. Ebenfalls 2005 war sie mit „Video Viet Nam – ich sehe Vietnam“ im GEDOK Künstlerinnenforum in Karlsruhe vertreten sowie mit der Einzelausstellung „ausserhalb“ in der Galerie Veronika Kautsch in Michelstadt/Odenwald. 2006 zeigte sie gemeinsam mit Marita Maul und Achim Gohla die Ausstellung „Extra Vergine“ im Kunstverein Speyer. 2007 war sie erneut beim „Pamina-Kunstpreis“ im Museum Ettlingen vertreten und stellte außerdem gemeinsam mit Manfred Emmenegger und Sibylle Schlageter in der Ausstellung „hingestellt und aufgehangen“ im Kunstverein Germersheim aus. 2009 folgte eine weitere Teilnahme am „Pamina-Kunstpreis“ im Museum Ettlingen. 2010 präsentierte sie ihre Arbeiten im Projektraum Kunsttransit sowie im Kulturzentrum Tempel in Karlsruhe. 2011 nahm sie gemeinsam mit Bettina Bosch an der Ausstellung „Strukturesque“ der Gesellschaft der Freunde junger Kunst in Baden-Baden teil. 2012 zeigte sie schließlich die Einzelausstellung „In der Mitte des Momentes“ in der Galerie M am Deutschen Tor in Landau in der Pfalz. Werke von Maike Tersch befinden sich heute in öffentlichen Sammlungen, darunter in der Sammlung der Deutschen Telekom, der Sammlung der Deutschen Ausgleichsbank in Bonn, der Sammlung des DAAD in Bonn, der Sammlung der Deutschen Bank sowie der Sammlung der Sparkasse Pforzheim/Calw.
Ferdinand Waltz
Ferdinand Waltz *2005 in Berlin. 2010- 2015 Tanzunterricht in der Tanztribüne Karlsruhe. 2020/2021 Stipendium »Masterclass« am ZKM. Seit 2019 eigene Videoarbeiten und Performances u.a. »Schatten« 2021, »Atem« 2024, »narrow spaces« 2024 Haus der Produktionen (Nominierung »Tanztreffen der Jugend« 2025 Berliner Festspiele), »dansatores« 2025 Tollhaus Karlsruhe, »davor« 2025 Radialsystem Berlin. Tänzer in Performances u.a. »Wir sind alle fellow traveller« 2023 ZKM. Teilnahme an Workshops und Open Studios u.a. bei Sasha Waltz & Guests 2022 Radialsystem, David Zambrano »Flying low«, Thi-Mai Nguyen »I see you« Tic Tac Art Center Brüssel und Nicola Mascia »Contact Contemporary« Tanzfabrik Berlin. Seit 2022 Performer im ensemble ben rentz, in den Projekten: »ruminate« 2022 Tollhaus Karlsruhe (Einladung zum Tanztreffen der Jugend 2023, Berliner Festspielhaus), »crying water« 2022 Marktplatz Karlsruhe, »braeburn« 2023 ZKM Pavillon, »transitions - circuit 1« 2023 Fleischmarkthalle Karlsruhe, »figuration« 2024 Franz Bernhard Haus Karlsruhe, »wunden« 2025 Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Rotunde der Orangerie.
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